Die Antwort der Kinder war eindeutig: Ja, jede Menge!
Am Mittwoch, 26. März 2008 begaben sich 26 Kinder im Rahmen unserer Ferienfahrt zum Archäologiemuseum nach Herne. In der Mitmachausstellung „Achtung AusGRABung!“ nahmen sie Kelle und Pinsel in die Hand und suchten in den vorbereiteten Gruben nach den dort verborgenen Schätzen. Schaufel für Schaufel geht es tiefer in die Grube. Zum Glück ist es nur Silbersand und keine lehmige Erde. Julia König, Museumspädagogin, erläuterte die weiteren Arbeitsmethoden. Wenn auch die Requisiten im Museum haltbarer sind als Originalfunde, achteten die Kinder darauf, die Fundstücke nicht zu berühren oder zu beschädigen – ganz so wie bei einer „richtigen“ Grabung. So kam nach dem ersten Sandaushub der Pinsel für die Filigranarbeit zum Einsatz. Mit viel Geduld wurden in drei Gruben die Schätze der Steinzeit und der Bronzezeit freigelegt. Wie wird das Zeitalter bestimmt? Wie wird analysiert? Woher weis man, wofür die Gegenstände früher gebraucht wurden? Die Nachwuchsarchäologen waren gut informiert und konnten entsprechende Hinweise geben. So wurde das Alter anhand der freigelegten Münzen oder der Kupfer und Zinnreste (= Bronzezeit) ermittelt.
Nicht nur die Ausgrabung selbst gehört zur Archäologie. Neben der Zeichnung und Dokumentation des Fundortes gehört die Restauration zu den Aufgabenschwerpunkten. Justin, Mirko, Ole und Leo setzen aus Tonscherben die entsprechenden Gefäße zusammen, während andere Teilnehmer Knochen bestimmten, am Mikroskop weitere Untersuchungen durchführten oder durch Zeichnungen die vermutete Form eines Topfes nachbildeten. Nach so viel Aktion und Aktivitäten brachte der Mausraum Abwechselung.
Die Legion aus Playmobilfiguren aus der Sondersendung zur Varusschlacht der „Sendung mit Maus“ sorgte für Erstaunen. Über 5.500 Figuren stehen dort in Reih und Glied und stellen modellhaft die Aufstellung der Römer zur Varusschlacht dar. Die Zeit verging wie im Fluge, so dass die 1,5 Millionen Jahre Zeitspanne der Dauerausstellung des Landesmuseums in weniger als einer Stunde erlebt wurden. Wer noch nicht genug geforscht hatte, konnte im Forscherlabor selbst noch einmal Hand anlegen und den ein oder anderen Versuch durchführen. Ein erlebnisreicher Tagesausflug ging am Abend zu Ende.
Hier ein paar Impressionen des spannenden Tages:
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