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Mit über 50 Teilnehmern machten wir uns am Samstag, 21. April auf zu einer Exkursion in den Kalksteinbruch der Fa. Middel am Waldhügel.

Zuerst erklärten Frank Hesping und Thomas Budde, was es im Kalkbruch überhaupt zu finden gibt und wie dies entstanden ist. Neben den Erklärungen konnten sich die Kinder und Erwachsenen ansehen, wie z. B. ein Ammonit mit Namen Mantelliceras oder das sog. Katzengold aussieht, denn auf einem Tisch waren etliche „Schätze“ ausgebreitet, um den Appetit auf das Suchen anzuregen.
So motiviert begaben sich alle in den Steinbruch und an der ersten interessanten Stelle wurde Halt gemacht, um sein Glück zu testen. Schnell kamen Hammer und Meißel zum Einsatz, um Gesteinsbrocken aufzuschlagen, denn in diesen Knollen verbergen sich die Zeugen der Vergangenheit. Schon nach kurzem Einsatz wurde Frank Hesping belagert: „Was ist das?“ oder „Ist das ein toller Schatz?“ waren die häufigsten Fragen. Bald füllten sich die mitgebrachten Eimer mit Muscheln unterschiedlicher Größe und Form.

Nach den ersten Erfolgserlebnissen ging es dann weiter zum neuen Teil des Kalkbruches, in dem der Bagger zur Zeit arbeitet – und hier ging es dann richtig los. Das Finderglück war allen hold. Neben vielen Muscheln wurden Ammoniten unterschiedlichster Art entdeckt und auch das Katzengold ließ sich finden. Alle waren begeistert und klopften immer mehr Steine auf in der Hoffnung noch bessere Schätze zu entdecken. Unermüdlich waren nicht nur die Schatzsucher, sondern auch die „Experten“, denn immer wieder erklärten sie, wie das gefundene Stück heißt oder wie man es weiter bearbeiten könnte.
Um die Mittagszeit wurde zum Aufbruch gerufen, doch es fiel vielen Schatzsuchern schwer sich von ihrem Platz zu verabschieden, denn die Hoffnung beim nächsten Stein noch etwas Tolleres zu finden, bleibt. Aber die Exkursion war ja noch nicht zu Ende. Im anderen Teil des Kalkbruches wurde am See zuerst ein Mittagsimbiss eingenommen, denn wer viel arbeitet, der hat auch Durst und Hunger. Lange hielt es die Sucher aber nicht beim Essen, denn es gab noch viele Stellen, die erforscht werden mussten! So ging es wieder an die Arbeit und man hörte eifriges Hämmern und Klopfen. Auch hier gab es etliche Funde, die in den schon ziemlich vollen Eimern verstaut wurden. Fast zum Schluss entdeckte man die „Goldader“, in der alle, die bisher noch kein Katzengold gefunden hatten, auch noch fündig wurden. Da fiel der Abschied wieder schwer, doch nach vier Stunden Suche in der warmen Sonne waren nicht nur die Kinder müde.

Nun kam der schwerste Teil der Exkursion, denn der Weg zurück zu den Autos war weit und beschwerlich. Teilweise wurden die gefüllten Eimer nochmals durchsucht, ob man wirklich alle Funde mitnehmen sollte, teilweise wurde das schwere Schleppen in Kauf genommen, denn es ist nicht leicht, sich von einem gefundenen Schatz zu trennen!
Müde, aber wohlbehalten kamen alle an den Fahrzeugen an, wo die „Freunde der Geologie und Archäologie“ einen Flyer verteilten, in dem nochmals erklärt wird, wie die gefundenen Stücke bearbeitet werden können, um noch mehr Freude daran zu haben.
So ging eine ereignisreiche Suche zu Ende und alle Beteiligten waren zufrieden mit dem Ergebnis.

Text und Fotos: Anja Risau



Impressionen der Fossiliensuche im Steinbruch am Waldhügel in Rheine




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