|
|

Lehmbacköfen können in vielen jungsteinzeitlichen, bronzezeitlichen, eisenzeitlichen und auch noch mittelalterlichen Siedlungen archäologisch nachgewiesen werden.
Im Rahmen der Vorbereitung unserer Ferienspaßaktion "Ein Tag im Mittelalter" haben wir erstmalig im Juli 2007 einen Lehmbackofen gebaut. Die nachfolgende Bildergalerie zeigt einzelne Entwicklungsstufen des Ofenbaus.
Biegsame Weiden und Haselnuss bilden das Grundgerüst des Ofens. Unter dem Grundgerüst befindet sich eine große Holzpalette mit aufgelegten Bohlen von 4 cm und Schamottsteinen.
Das Weidengeflecht wurde innen und außen mit vermagertem Ziegellehm ausgefüllt und bis zu einer Gesamtwandstärke von 15 cm verputzt. Nach Herstellung der Außenwände mussten diese "lufttrocknen", was bei der Sommerwitterung 2007 länger dauerte als erwartet. Unterstützt wurde die Trocknung durch Befeuerung des Innenraumes. Durch die hohen Temperaturen im innern des Ofens platzten immer wieder Lehmstücke heraus und erhielt der Ofen mal mehr mal weniger dicke Risse. Diese Risse wurden vor dem nächsten Befeuern mit frischem Lehm vollständig ausgefüllt.
|
|
Fotos: Klaus-D.Klein, Thomas Budde
|
|
Der erste Backversuch startete am 14. Juli 2007. Der Ofen wurde rd. 2 1/2 Stunden mit trockenem Laubholz (Buche) aufgeheizt. Holzreste und Glut aus dem Ofen genommen, ausgefegt und der Brötchenteig (hergestellt von der Bäckerei Schulz, St. Arnold) hineingelegt.
Die Öffnung und der Kamin wurden mit Bohlen verschlossen und mit Lehm verschmiert, damit die Hitze im Ofen verbleibt.
Nach 8 Minuten waren die ersten Bröchten fertig gebacken. Die Temperatur im Ofen lag noch immer bei rd. 240 Grad. Diese reichte für weitere drei Backgänge von je 8 Minuten. Die bis zu 15 cm dicken Lehmwände speichern die Temperatur sehr lange, so dass über eine Stunde lang gebacken werden kann.
|
 |
|
|
 |
 |
 |
|